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Was ist DTF-Druck und wie funktioniert er?

Was ist DTF-Druck und wie funktioniert er? Ein Leitfaden für Unternehmen, die erstmals mit der DTF-Transfertechnologie in Berührung kommen - von der Grafik über den Foliendruck bis hin zum Aufbringen des fertigen Transfers auf den Stoff.
DTF steht für „Direct to Film“. Dabei handelt es sich um ein Verfahren, bei dem ein Motiv zunächst auf eine spezielle Folie gedruckt und erst anschließend mithilfe einer Transferpresse auf den Stoff übertragen wird.
In der Praxis entsteht so ein fertiges Transfer - ein Bogen mit dem aufgedruckten Motiv, bereit zum Aufpressen. Dadurch werden Druck und Applikation zu zwei getrennten Schritten, die nicht am selben Ort oder zur selben Zeit erfolgen müssen.
Genau das unterscheidet DTF von einem direkt auf den Stoff aufgebrachten Druck. Beim Direktdruck bringt die Maschine das Motiv unmittelbar auf das fertige Kleidungsstück auf. Bei DTF hingegen wird zunächst ein Transfer erstellt, mit dem das Kleidungsstück erst im nächsten Schritt versehen wird. Dieser Unterschied hat erhebliche Auswirkungen auf die Organisation der Produktion – ein Thema, auf das wir weiter unten noch eingehen.

Was bedeutet DTF?


DTF = Direct to Film. Der Name beschreibt genau, was zu Beginn des Verfahrens geschieht: Das Motiv wird direkt auf eine Transferfolie gedruckt, anstatt unmittelbar auf das Zielmaterial.
Es gibt einen einfachen Grund für den Druck auf Folie. Die Folie dient als Trägermaterial: Sie hält das Motiv bis zur Applikation zusammen und ermöglicht es, die Unterseite des Drucks mit Klebstoff zu beschichten, sodass sich das Motiv unter Hitzeeinwirkung und Druck der Presse dauerhaft mit dem Textil verbindet.
Stellen Sie es sich wie einen vorab vorbereiteten Aufkleber vor: Zunächst wird das Element mit einer Klebeschicht auf der Rückseite gefertigt und erst dann aufgebracht, wenn es benötigt wird - auf der passenden Oberfläche und im richtigen Moment. Beim DTF-Verfahren ist es die Heißpresse, die diesen Klebstoff „aktiviert“.

Wie funktioniert der DTF-Druck?


Der gesamte Prozess der Durchführung einer Überweisung lässt sich in sechs Phasen unterteilen. Jede einzelne ist für das Endergebnis von Bedeutung.


01 Vorbereitung der Druckdaten

Das Design ist für den Druck vorbereitet - Farben, Abmessungen und die Anordnung auf dem Bogen sind festgelegt. Eine korrekt aufbereitete Datei bestimmt, wie das Design nach der Übertragung aussieht und wie effizient die Folienfläche genutzt wird.

02 Druck auf Folie

Das Design wird auf die Transferfolie gedruckt. Hier entstehen die eigentliche Farbe und Form des Motivs. Da die Qualität des fertigen Transfers von diesem Druck abhängt, erfordert dieser Arbeitsschritt stabile Arbeitsbedingungen.

03 Auftragen von Klebepulver

Auf den frischen Druck wird Klebepulver aufgetragen, das die Unterseite des Motivs bedeckt. Dies sorgt später für die Verbindung des Transfers mit dem Textil. Ohne diese Schicht würde das Motiv nicht dauerhaft auf dem Material haften.

04 Aushärten des Transfers

Der Transfer wird ausgehärtet, sodass sich das Klebepulver mit der Druckschicht verbindet. Dieser Schritt fixiert den Druck und bereitet die Unterseite für die Applikation vor. Ein gut ausgehärteter Transfer hält der Handhabung während des Transfervorgangs stand.

05 Überprüfung der fertigen Übertragung

Der fertige Bogen wird auf Druckqualität und gleichmäßigen Klebstoffauftrag hin überprüft. Durch die Kontrolle in diesem Stadium werden etwaige Mängel erkannt, bevor der Transfer auf das Kleidungsstück gelangt.

06 Aufbringen auf das Kleidungsstück

Das fertige Transfermotiv wird mithilfe einer Transferpresse auf das Material aufgebracht. Dies ist der letzte Schritt, bei dem das Design fester Bestandteil des Kleidungsstücks wird. Den Vorgang des Aufbringens beschreiben wir im Folgenden genauer.

Wie sieht ein fertiger DTF-Transfer aus?​


Ein fertiger Transfer ist eine Folie mit einem aufgedruckten, ausgehärteten Motiv und einer Klebeschicht auf der Unterseite. Er ist so vorbereitet, dass er direkt aufgepresst werden kann - ohne weitere Druckverarbeitungsschritte.
Der entscheidende praktische Vorteil: Ein Unternehmen muss nicht über eine eigene DTF-Produktionslinie verfügen. Anstatt in Drucker, Pulverauftrag und Aushärtung zu investieren, können Sie fertige Transfers bestellen und lediglich den letzten Schritt - das Aufpressen - selbst durchführen.
Der Weg vom Bogen zum bedruckten Kleidungsstück ist dann einfach: Das fertige Transfermotiv kommt in die Presse, und nach dem Pressvorgang sowie dem Abziehen der Folie verbleibt das Design auf dem Material.

Wie wird ein DTF-Transfer auf ein Kleidungsstück aufgebracht?


Die Applikation ist der Schritt, bei dem aus einem fertigen Transfer ein dauerhafter Aufdruck wird. Vereinfacht ausgedrückt läuft der Vorgang folgendermaßen ab:
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 Vorbereitung des Materials - der Stoff ist glatt und wird bei Bedarf vorgewärmt, um Feuchtigkeit und Falten zu entfernen.

 Positionierung des Transfers - der Bogen wird mit der Motivseite zum Material hin an der vorgesehenen Druckposition platziert.

 Verwendung der Transferpresse - Hitze und Druck aktivieren die Klebeschicht und verbinden das Motiv mit dem Stoff.

 Anwendungsparameter - Temperatur, Zeit und Druck – sind auf das jeweilige Produkt und Material abgestimmt.

 Abziehen der Folie - nach dem Pressen wird die Trägerfolie entfernt und das Motiv verbleibt auf dem Kleidungsstück.

 Optionale zusätzliche Aushärtung - sofern die Anweisungen für das jeweilige Produkt dies vorsehen.

Wichtig: Es gibt keine universellen Einstellungen für Temperatur, Zeit und Druck, die für alle Transfers gelten. Diese hängen von der Art des Transfers, dem Material und der verwendeten Presse ab -  beachten Sie daher stets die aktuellen Anweisungen für das jeweilige Produkt.

Auf welchen Materialien kann DTF angewendet werden?


DTF wird auf vielen Arten von Textilien eingesetzt. Zu den am häufigsten bedruckten gehören:

 Baumwolle - eine beliebte Wahl für Alltagskleidung und Werbetextilien.
 Baumwoll-Polyester-Mischungen - verbreitet bei T-Shirts und Hoodies.
 Polyester - unter Vorbehalt hinsichtlich Farbstoffmigration (siehe unten).
 Ausgewählte Sportbekleidungsstoffe - je nach Zusammensetzung und Ausrüstung.
 Ausgewählte Arbeitskleidungsstoffe - wenn es auf eine klare Kennzeichnung ankommt.
 Taschen und textile Accessoires - Zusatzartikel und Werbeartikel.


Grundregel: Die Verträglichkeit eines Transfers mit einem bestimmten Material sollte durch einen Anwendungstest bestätigt werden.

Es lohnt sich, das Thema Farbmigration zu beachten. Bei Polyester und sublimierten Materialien kann der Farbstoff des Gewebes unter Hitzeeinwirkung in den Druck übergehen und dessen Farbe verändern. Gerade deshalb sind die Wahl des richtigen Transferverfahrens und Tests auf dem Zielmaterial besonders wichtig.

STANDARD, BLOCKER, HYDRO, UV or 3D - which transfer to choose?
Comparison of the uses, materials, and problems each variety solves.