Eine sorgfältig vorbereitete Datei ist der einfachste Weg, um sicherzustellen, dass Ihr DTF-Druck wie erwartet ausfällt. Die meisten Probleme in Bezug auf Qualität, Abmessungen und Transparenz sind eher auf die Datei als auf den Druckvorgang selbst zurückzuführen - es lohnt sich also, die Datei vor dem Absenden noch einmal zu überprüfen.
Dieser Leitfaden erläutert alle wichtigen Einstellungen für Druckvorlagen, die für den DTF-Druck bestimmt sind - vom Dateiformat über Auflösung und Farben bis hin zur Vorbereitung des Druckbogens. Am Ende finden Sie eine fertige Checkliste, die Sie vor jeder Bestellung durchgehen können.
01. Bevor Sie beginnen - prüfen Sie, worauf Sie drucken.
Bevor Sie die Grafikdatei öffnen, sollten Sie einige grundlegende Punkte klären. Diese bestimmen, wie das Design angelegt werden muss.
Welchen Transfer Sie wählen - STANDARD oder BLOCKER - hängt vom Material ab.
Welches Material soll veredelt werden - Baumwolle, Polyester, ein Mischgewebe, Sport- oder Arbeitskleidung?
Die Zielgröße des Kunstwerks - die genauen Druckabmessungen in Zentimetern.
Die verfügbare Arbeitsbreite und -länge: Der Druck auf die Folie erfolgt bei einer maximalen Breite von 58 cm. Die Bögen werden in festen Längen gefertigt – 58 × 50 cm, 58 × 100 cm, 58 × 150 cm oder 58 × 200 cm (2 m) - sodass Sie die für Ihren Auftrag passende Länge wählen können.
Warum das wichtig ist
Warum das wichtig ist: Beide Abmessungen sind entscheidend - die Breite ist stets auf 58 cm festgelegt, und die Länge beträgt maximal 2 Meter. Planen Sie Ihr Layout auf der Basis einer der vier Standard-Plattenlängen, anstatt von unbegrenztem Platz auszugehen.
02. Welches Dateiformat soll ich wählen?
Das Dateiformat beeinflusst, ob Qualität und Transparenz erhalten bleiben. Die im DTF-Druck am häufigsten verwendeten Formate sind:
PNG
Grafik mit Transparenz
Für einzelne Designs. Unterstützt einen transparenten Hintergrund. Eine gute Wahl, wenn Sie ein einzelnes Logo oder ein Motiv mit unregelmäßiger Form entwerfen.
TIFF (LZW compression)
Hohe Qualität
Erforderlich für das Produktionsblatt. Dies ist das einzige Format, das wir für das fertige, produktionsreife Blatt akzeptieren. Durch das Speichern als TIFF wird die Grafik in einer festen Pixelmatrix fixiert; somit besteht kein Risiko durch versteckte Objekte, ersetzte Schriftarten oder fehlerhaft interpretierte Transparenzen bzw. Schatten - Probleme, die auftreten können, wenn ein Vektor-PDF erneut in einer Designsoftware geöffnet wird.
Bitte sehen Sie davon ab, fertige Produktionsdateien im PDF-Format zu senden. PDFs können Elemente enthalten, die in Ihrer Designsoftware unsichtbar waren, aber sichtbar werden - und mit einer weißen Unterdruckung gedruckt werden - sobald sie von unserer RIP-Software geöffnet werden.
Wann sollte welches Format verwendet werden?
- Beim Entwerfen eines einzelnen Elements mit transparentem Hintergrund - PNG.
- Für das fertige Produktionsdatenblatt in den Zielabmessungen - nur TIFF.
- Grafiken mit feinen Details, bei denen es auf hohe Qualität ankommt - hochauflösendes TIFF.
03. Transparenter Hintergrund - warum er wichtig ist
Beim DTF-Druck wird alles gedruckt, was in der Grafik sichtbar ist. Befindet sich hinter dem Design ein weißer Hintergrund anstelle von Transparenz, so wird dieser als Teil des Designs behandelt und gemeinsam mit dem Motiv gedruckt.
Falsch
Ein weißes Rechteck anstelle von Transparenz
Der Hintergrund wird um das Motiv herum gedruckt.
Ein sichtbares Kästchen auf dem fertigen Kleidungsstück
Richtig
Transparenter Hintergrund (Schachbrettmuster im Editor)
Nur das Motiv selbst wird gedruckt
Eine klare Form ohne unerwünschten Hintergrund

04. Farben – CMYK, Tiefschwarz und reines Weiß
Bereiten Sie Ihre Datei im CMYK-Farbraum (empfohlenes Profil: Coated FOGRA39) auf einem vollständig transparenten Hintergrund vor, wobei alle Arbeitsebenen und Masken entfernt wurden.
- Tiefe, satte Schwarztöne (Total Rich Black): Stellen Sie die Farbwerte exakt auf C:100 % M:100 % Y:100 % K:100 % ein.
- Reinweiße Elemente (Text, Logos, feine Details) müssen exakt die Werte C:0 M:0 Y:0 K:0 aufweisen. Selbst eine minimale „unsaubere“ Mischung (z. B. C:0 M:1 Y:0 K:1) wird vom RIP als Farbe interpretiert und löst eine Verkleinerung der Weißunterlegung (Choke) aus, was bei kleinen Details zu ausgefransten, unvollständigen Rändern führt. Überprüfen Sie dies vor dem Exportieren mit der Pipette.
05. Auflösung der Grafik
Die Auflösung bestimmt die Schärfe des Drucks. Alle Grafiken müssen im Maßstab 1:1 eine Auflösung von 300 DPI aufweisen. Eine zu kleine Datei verliert beim Vergrößern an Qualität - eine niedrige Auflösung (z. B. 70 DPI) führt zu sichtbaren Treppeneffekten oder Verpixelungen an den Rändern sowie zu unscharfen Konturen im Druck.
Was passiert, wenn man eine kleine Datei vergrößert? Durch das Vergrößern entstehen keine zusätzlichen Details, die nicht bereits in der Datei enthalten sind. Die Software „dehnt“ die vorhandenen Pixel, wodurch das Motiv unscharf wirkt. Deshalb ist es besser, das Design von Anfang an in der richtigen Größe und Qualität zu erstellen.
Grafiken für die Bildschirmanzeige vs. Grafiken für die Produktion: Grafiken, die für die Bildschirmanzeige (z. B. für das Web) erstellt wurden, weisen meist eine geringere Auflösung auf, die lediglich für die Darstellung ausreicht. Für die Produktion sind hingegen 300 dpi in der gewünschten Druckgröße erforderlich.
06. Entwurfsgröße und Proportionen
Am besten ist es, das Design direkt in der Zielgröße, in CMYK und mit 300 DPI anzulegen. So können Sie sichergehen, dass der Druck die richtige Größe hat und die Qualität stimmt.
Wie überprüft man die Größe vor dem Versand? Überprüfen Sie vor dem Versand die Abmessungen der Grafik in Zentimetern und vergleichen Sie diese mit der geplanten Druckgröße. Es lohnt sich, das Design im Maßstab 1:1 zu betrachten, um die tatsächliche Größe der Details beurteilen zu können.
Mindeststärke der Elemente: Die kleinsten Elemente, Punkte und Linien in Schriftzügen müssen mindestens 1 mm stark sein. Dünnere Elemente nehmen nicht genügend Klebepulver auf und können sich beim Waschen ablösen.
Spiegeln Sie Ihre Grafiken nicht. Senden Sie die Datei genau so, wie sie auf dem fertigen Kleidungsstück erscheinen soll (Text normal von links nach rechts lesbar). Unser Produktions-RIP führt die Spiegelung automatisch durch, wenn die Maske für den Weißdruck erstellt wird; eine bereits gespiegelte Datei würde doppelt gespiegelt und somit fehlerhaft gedruckt werden.
07. Das Produktionsblatt
Ein Produktionsbogen - auch „Gang Sheet“ genannt - ist eine große Datei, auf der mehrere Designs nebeneinander angeordnet sind. Dadurch lässt sich die Folienbreite effizient nutzen und mehrere Designs können in einem einzigen Durchgang gedruckt werden.
So gestalten Sie das Layout von Entwürfen
- Ordnen Sie die Designs gleichmäßig an, mit kleinen Abständen dazwischen.
- Halten Sie das gesamte Layout innerhalb einer Breite von 58 cm und einer der Standardlängen (max. 200 cm).
- Belassen Sie jedes Design in der Zielgröße, mit 300 dpi und im CMYK-Farbraum, sowie mit transparentem Hintergrund und scharfen (nicht weichgezeichneten) Kanten.
- Speichern Sie das fertige Blatt als TIFF mit LZW-Komprimierung.
Erinnern
Bogenbreite: fest 58 cm. Bogenlänge: max. 200 cm.
Was man vermeiden sollte
- Überlappende Designs.
- Zu geringer Abstand zum Bogenrand.
- Vermischen verschiedener Größen ohne bestimmte Reihenfolge.
Sie können den Sammelbogen selbst erstellen oder einzelne Designs zur Anordnung einsenden.
Fragen?
Bei technischen Fragen zur Dateivorbereitung wenden Sie sich bitte an uns unter support@dtftransfer.com.